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Westweg_Tour_Etappe_12 (02.10. - 04.10.2026)

02.10.2026

Am Freitagmorgen startet die 10-köpfige Westweg-Wandergruppe des DAV Sinsheim zu ihrer letzten Westweg-Etappe: Belchen - Basel. 

Gemeinsamer Treffpunkt ist die Belchenbergbahn. Als gemäßigten Einstieg in unsere letzte Etappe 12 des Westwegs wählen wir die Fahrt mit der Bergbahn zum Belchenhaus. Im Belchenhaus befindet sich in 1.360 Metern Höhe das höchstgelegene Gasthaus Baden-Württembergs. Von dort starten wir unsere Tageswanderung mit ca.17 km in Richtung Blauen. Bei bestem Wanderwetter geht es über schmale Bergpfade mit herrlichster Aussicht ins Kleine Wiesental. Die Inversionswetterlage lässt erahnen, dass wir in der Höhe das bessere Wetter haben. Nach einem strammen Marsch machen wir eine kurze Trinkpause an einer Hütte, bevor es durch das Münstertal - gesäumt von weitläufigen Weidewiesen mit Schafen und dem herbstlichen Wald - weiter zur Dekan Strohmeyer Kapelle (Gedächtniskappelle, die zum Andenken an den Dekan Willibald Strohmeyer (1877-1945) errichtet wurde) geht, wo wir uns bei einer Pause mit herrlichster Aussicht nochmals stärken. Weiter geht es teilweise auf engen Waldpfaden, die Sonne blinzelt durch die Bäume. Herrlich. Nach einer weiteren kleinen Pause wird ein letzter steiler Anstieg zum Blauen nochmal zur Herausforderung. Dann ist es geschafft. Wir erreichen nach 6 Stunden Wanderung den Blauen. 

Der Blauen oder Hochblauen ist ein 1165 m hoher Berg am Westrand des südlichen Schwarzwalds.  Der Gipfel liegt an einem Schnittpunkt der Gemarkungen Schliengen und Malsburg-Marzell im Landkreis Lörrach sowie Badenweiler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Als Aussichtsberg gilt er als Hausberg des Markgräflerlands, das er überragt.

Mit dem Panorama Hotel Hochblauen erwartet uns eine tolle Unterkunft mit großer Terrasse und bei gutem Wetter mit bester Aussicht. Leider heute für uns aufgrund Nebel keine Chance und auch der Aufstieg auf den nahegelegenen Aussichtsturm lohnt sich daher nicht. Als Entschädigung gibt es Kaffee und Kuchen, vorzugsweise Schwarzwälder Kirschtorte. Danach noch etwas SPA und Schwimmen im Pool, bevor wir bei leckerem Abendessen einen geselligen Ausklang des Abends genießen. Ein kurzer nebelfreier Augenblick am späteren Abend gibt für einige von uns die Aussicht auf das Lichtermeer der unterhalb liegenden Ortschaften frei, auch Basel ist zu erkennen.

Ein herrlicher Sonnenaufgang begrüßt den Tag. Das Frühstücksbuffett lässt keine Wünsche offen und wir brechen gestärkt zu unserer Wanderung mit dem Tagesziel Lörrach auf. Es sind ca. 24 Kilometern zu bewältigen  - die längste Tagestour dieser Westweg-Etappe. Das Wetter meint es auch heute gut mit uns, die Sonne löst langsam die Nebelfelder auf und wir wandern zunächst bergab durch den herrlichen herbstlichen Wald im Kandertal. Beim Lindenbückle, einem Rast- und Wanderparkplatz mit kleiner Steinhütte genehmigen wir uns einen Gipfelschnaps und das obligatorische Gruppenfoto ist Pflicht.

Bei sommerlichen Temperaturen geht es weiter auf angenehmen Waldwegen in herbstlicher Stimmung des Waldes. Wir kreuzen den Hexenplatz mit Hexenplatzhütte und sind weiter auf dem Hexenplatzweg zur Burgruine Sausenburg auf dem Sausenberg unterwegs. Sausenburg ist die heute übliche Bezeichnung für die Ruine der früheren Burg Sausenberg. Die Sausenburg war die Stammburg der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg. Die Ruine der Höhenburg liegt auf dem 665 m hohen Sausenberg – einem Ausläufer des Hochblauen.

Die Turmbesteigung wird mit bester Aussicht auf das Dreiländereck belohnt. Nach einer kleinen Stärkung im Burghof setzen wir unsere Wanderung fort. Wir erreichen mitten im Wald die „Langenebene Hütte, eine rustikale seit 2022 neu aufgebaute Schutzhütte, ein praktischer Zwischenstopp für mehrtägige Wanderungen und bekannt für ihre Lage am Westweg. Eine Riesenbank - natürlich ist das Gruppenfoto darauf ein Muss - und eine lustige Wetterstation sind direkt daneben. Auf dem Möhrensattelweg geht es weiter durch den Wald in Richtung Kandern, eine etwas abseits unserer Route gelegene Aussichtshütte gewährt uns einen tollen Panoramablick auf das Städtchen. Wir erreichen Kandern über einen asphaltierten Wirtschaftsweg, gesäumt von Wiesen und zahlreichen Obstbäumen. In Kandern machen wir Pause in einem Eiscafé und belohnen uns mit kalten Getränken, Kaffee, Kuchen und Eis. Weiter geht es jetzt wieder durch den Wald und die wildromantische Wolfsschlucht mit ihrer eindrucksvollen, teils mystisch anmutenden Felsenlandschaft. Am Schluss unserer Tagestour wird es dörflich. Wir passieren Hammerstein, Egisholz und Wollbach, herrliche Buchenwälder, Obstwiesen und kleine Weinberge. Die letzten 5 km ziehen sich und verlangen uns nochmal alles ab, zumal wir im Wald noch eine steile Passage bergauf bewältigen müssen und die Temperaturen heute hochsommerlich sind. Dann endlich ist die Burg Röteln - eine der größten und imposantesten Burgruinen Südbadens - in Sicht und wir haben unser Ziel fast erreicht. Im Biergarten nutzen wir das kulinarische Angebot in schönem Ambiente, bevor wir unsere Unterkunft Hotel Burgblick erreichen. Alle Wanderer sind heute geschafft und froh die Wanderschuhe ausziehen zu können. Leider ist noch die Rückholaktion unserer Autos von der Belchenbahn nach Lörrach erforderlich, danach haben auch die Autofahrer Feierabend. In kleiner Runde gibt es noch einen Absacker.

h einem leckeren Frühstück geht es schon zeitig von der Burg Rötteln aus weiter nach Basel, dem Endziel des Westwegs. Das Westweg-Portal an der Burg Rötteln markiert den südlichsten Punkt des historischen Westwegs, einem der ältesten Fernwanderwege Deutschlands und hier darf natürlich das Abschlussfoto nicht fehlen. Bei der Wanderung am Waldrand bis zur Tüllinger Höhe öffnen sich ständig neue Ausblicke auf das Wiesental, den Dinkelberg und die Stadt Lörrach. Wenig später bietet sich von der Terrasse der Ottilien-Kirche von Obertüllingen ein herrlicher Blick nach Basel. Über den aussichtsreichen Tüllinger Berg steigt der Westweg hinab. Wir überschreiten die Landesgrenze, (wo auch die Markierung mit der roten Raute des Westwegs endet) inmitten der Schweizer Weinberge und erreichen das Flüsschen Wiese. Am Wiesedamm entlang kehren wir zum Abschluss noch auf einen Kaffee beim Kiosk „Schiessi“ ein, bevor es durch die Langen Erlen bis zum gleichnamigen Tierpark geht. Von dort sind es nur noch wenige Minuten bis zum Badischen Bahnhof Basel, der Eigentum der Bundesrepublik Deutschland ist und auf Schweizer Staatsgebiet steht. Am Bahnhof gibt es von Bahnbediensteten ein Gutli als Belohnung am Ende des Westwegs.

Das obligatorische Krönchen zur Westweg-Queen hat sich Karin mehr als verdient. Sie ist die Einzige, die alle 12 Etappen konstant mitgewandert ist. Bravo und Glückwunsch!!

Mit dem Zug fährt dann ein Teil der Gruppe wieder zurück nach Lörrach, wo unsere Autos abgestellt sind. Der Rest der Gruppe fährt ab Basel direkt nach Hause.

Fazit: 

Tolle DAV-Wandertour mit lauter netten Wandersleuten, schönen Erlebnissen und vielen Eindrücken auf der letzten Westweg-Etappe im herrlichen Schwarzwald.

Vielen Dank an Susanne Hecht für die perfekte Planung!!!