Unsere 14-köpfige Wandergruppe startet früh mit dem Zug von Wiesloch-Walldorf nach Freudenstadt und von dort mit dem Bus zur Haltestelle Ruhestein/Alexanderschanze.
Bei bestem Wanderwetter machen wir uns auf zur Etappe mit ca. 20 km, die überwiegend auf bequemen Forstwegen und naturbelassenen Pfaden ohne nennenswerte Steigungen verläuft. Entlang des Höhenweges gibt es einige Aussichtspunkte in das Renchtal, die das Orkantief Lothar geschaffen hat. Nach einem leichten Anstieg erreichen wir bald die Vogtmaiers Kanzel, den Startplatz für Gleitschirmflieger und haben das Glück den Start eines Gleitschirms zu beobachten.
Weiter geht es auf der Hochebene durch Fichtenwald, mit dem Habererturm in der Ferne, vorbei an der Lettstädter Höhe mit gleichnamig benannter Hütte bis zum Glaswaldsee, ein Karsee und eines der „Blauen Augen“ des Nordschwarzwalds. Nach einer kurzen Rast am See steuern wir den Freiersberg (747 üNN) mit Westweg-Portal (Freiersberger Tor) an. Nicht nur der Brunnen mit natürlichem Quellwasser sorgt für eine willkommene Erfrischung, sondern zur Freude aller auch das kulinarische Angebot der heute bewirtschafteten Freiersberger Hütte. Wir folgen der Westwegraute über einen Forstweg und kommen schließlich auf der Hark an. Ein herrlicher Platz mit Bänken erschließt sich uns für eine kurze Rast mit Aussicht auf grüne Wiesen, bevor wir unser heutiges Etappenziel und Unterkunft – den Harkhof – erreichen.
Mit einer zünftigen Vesper und gemütlichem Ausklang beschließen wir den Wandertag.
Freitag, 02. Mai 2025: Hark – Hausach (Etappe 6)
Nach einem leckeren Frühstück geht es heute bei herrlichem Sonnenschein weiter auf unserer Westweg-Etappe, zunächst auf Forstwegen in Richtung Kreuzsattelhütte, wo sich uns noch eine weitere DAV-Wandersfrau anschließt und wir somit komplett ist. Dann teilt sich unsere Gruppe auf. Die Mehrheit wählt die etwas kürzere original Westwegroute (ca. 17 km), die den Brandenkopf auslässt und direkt zum Hirzwasen führt. Der Rest der Gruppe bevorzugt die längere Variante (ca. 21 km) über den Brandenkopf,
Der Brandenkopf ist mit 945,2 m ü. NHN einer der höchsten Berge im Mittleren Schwarzwaldes. Der Name Brandenkopf stammt von einem großen Waldbrand im Jahre 1730. Vor diesem Ereignis wurde der Berg Varnlehenskopf genannt. Seit 1929 gibt es auf dem Brandenkopf einen 29 m hohen Brandenkopfturm, ein steinerner Aussichtsturm mit großartigem Ausblick in den Schwarzwald. Das Wanderheim mit angeschlossener Gaststätte lädt zu einer kurzen Rast ein. Der Brandenkopf ist innerhalb Baden-Württembergs in seiner Gipfellage der zweitbeste Windkraftstandort in BW und beim Wandern können wir die gigantischen Windräder aus der Nähe betrachten. Weiter geht es auf steinigen, wurzeligen Pfaden über das Einbachtal, Steigleskopf und der Bettelfrau. Wir erreichen die Wegspinne am Hirzwasen.
Hier kommt die ursprüngliche Westwegroute wieder mit der Westweg-Variante zusammen und auf dem Käppelehof trifft auch unsere Gruppe wieder aufeinander. Nach einer kleinen Rast ist es zum Etappenziel des heutigen Tages nicht mehr weit. Mit Blick auf Burg Husen, dem Farrenkopf, umliegende Berghöhen und Hausach geht es auf dem Forstweg in Serpentinen den Berg hinunter nach Hausach. Dort überqueren wir die Kinzig, vorbei am Westweg Portal Kinzigtal Tor-Hausach in Richtung Bahnhof und erreichen unsere Unterkunft „Gasthaus Blume“. Ein leckeres Abendessen entschädigt für die Wanderstrapazen.
Samstag, 03. Mai 2025: Hausach – Oberprechtal (Etappe 7_1)
Heute starten wir bei sommerlichen Temperaturen nach dem Frühstück in den ersten Teil der 7. Etappe (ca.17 km) des Westwegs, welche als eine der Anstrengendsten gilt. Von Hausach zum Farrenkopf sind die ersten 550 Höhenmeter zu überwinden, ein weiterer Anstieg folgt entlang der Schanze Höchst, der Prechtaler Schanzen sowie dem Huberfelsen. Unser Weg führt durch Hausach hinauf zur Burg Husen, einer Burgruine 353 m üNN aus 12. Jahrhundert. Danach geht es auf engem Waldpfad steil aufwärts Richtung Farrenkopf. Unterwegs tragen wir uns ins Westweg-Gipfelbuch zum Farrenkopf ein – natürlich mit „Gipfelsichtschnaps“. Der Farrenkopf liegt idyllisch auf 789 m ÜNN mit herrlicher Aussicht ins Tal und der Hasemann-Hütte als Rastplatz für die verdiente Verschnaufpause. Weiter geht es in Richtung Schanze auf dem Höchst (Schanze und Wachthaus auf dem Höchst sicherte die "Alte Straße" von Hornberg über Gutach nach Elzach) zu den Prechtaler Schanzen (Überreste einer Befestigungsanlage der sogenannten „Schwarzwaldlinie“) und dann zum Huberfelsen. Der aus Granit bestehende Huberfelsen nahe dem Ortsteil Oberprechtal, früher wurde der Felsen „Spitzer-Stein“ genannt, erinnert stark an den Turm eines U-Bootes das aus dem Wald ragt. Seinen heutigen Namen erhält er im August 1902 zu Ehren des ehemaligen Obervogts Theodor Huber.
Oberprechtal erreicht man links oder rechts um den Huberfelsen herum auf verschiedenen Wanderwegen und so kommt unsere Gruppe etwas verstreut im Gasthof Rössle an. Dort entschädigen zunächst ein Kneipp-Kur-Fußbad, Sauna, Kuchen und kalte Getränke den strapaziösen Tag. Am Abend gibt es ein sehr leckeres 4-Gänge Menü bei gemütlichem Ausklang.
Sonntag, 04. Mai 2025: Oberprechtal - Wilhelmshöhe (Etappe 7_2)
Ein super leckeres Frühstück lässt den Tag trotz Regenschauer gut starten. Wir beschließen, auch bei der nicht so rosigen Wetterlage den 2. Teil der Etappe 7 (ca.15 km) zu Fuß zu gehen. Wir nehmen die Forststraße am Ortsende von Oberprechtal und wandern durch den Wald stetig bergauf bis zum Abzweig Richtung Karlstein/Wilhelmshöhe. Auf ca. 970m üNN erreichen wir den Karlstein, eine Felsformation aus Granitblöcken mit beeindruckender Aussicht (bei schönem Wetter) nach Süden. Es regnet nun stärker und auf felsigem Pfad geht es bergab zum Hauenstein. Hier nutzen wir die Möglichkeit zur Einkehr und zum Trocknen im Gasthaus "Schöne Aussicht". Nach einem heißen Getränk und Schwarzwälder Kirschtorte geht es weiter. Über die Standorte Vogelloch und Absetze erreichen wir den Gedenkstein Schwab. Dann geht’s vorbei am Erwin-Schweizer-Heim und wir kommen zu einem Bildstock mit Kreuz und Bänken. An dieser Stelle stand einst der Herrenwälderhof (1727- 1895). Ein asphaltierter Weg führt uns hoch zum Gummele, einem Bauernhof, vorbei am Haseneck, bis wir dann schließlich die Wilhelmshöhe erreichen. Jetzt noch den Weg nach Schonach zur Bushaltestelle – mit Pausenkaffee zur Überbrückung der Wartezeit - und weiter mit dem Bus nach Triberg, wo wir mit dem Zug die Heimreise antreten.
Fazit:
Tolle DAV-Wandertour mit lauter netten Wandersleuten, schönen Erlebnissen und vielen Eindrücken vom herrlichen Schwarzwald.
Vielen Dank an Michael Winter für die perfekte Planung!!!
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