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Rundwanderung um Nussloch

18.10.2026

Unter dem Motto „Das Gute liegt so nah“ trafen sich bei herbstlich trübem Wetter 14 Wander*innen und ein Hund unter der Führung der Tourenleiterin Marietta Laub.

In Fahrgemeinschaften fuhr man mit dem Auto nach Nussloch. Los ging’s dann gleich mit leichtem Anstieg auf dem Seidenweg bis zur Nusslocher Himmelsleiter. Circa 100 Stufen mussten bewältigt werden. Auf überwiegend schmalen Pfaden kam die Gruppe bald zum nächsten Highlight: der „Weißen Hohl“. Das ist ein historischer Hohlweg mit Lösswänden, die stellenweise meterhoch aufragen. Im Profil lassen sich Ablagerungen aus drei Eiszeiten erkennen. Das Landesamt für Geologie Baden-Württemberg beschreibt diese Hohl als Weg durch Eiszeitstaub und Vulkanasche. Die Hänge sollen bis zu 10 m hoch sein, und wenn keine Blätter den Abhang bedecken, könnte man sogar eine Schichtablagerung eines Vulkanausbruchs entdecken.

Weiter gings durch den für die Jahreszeit noch sehr grünen Wald. Bei Kilometer sechs kamen die Wander*innen zu der im Mittelalter untergegangenen Siedlung „Wüstung grauer Brunnen“, die Schätzungen zufolge während der Bauernkriege im 16. Jahrhundert zerstört wurde. Übrig geblieben ist der Graubrunnen, ein rekonstruierter Brunnen, der an dieses Geschehen erinnern soll.

Weiter ging es auf dem Wieslocher Weg. Kurz musste die L600 überquert werden.  Nach insgesamt 9 km wurde an der Hirschblatthütte Mittagsrast gemacht. Von da waren es dann nur noch ein paar Schritte zur Waidhaus-Hütte, dem höchsten Punkt der Rundwanderung. Ab hier verlief die Wanderung wieder in Richtung Nussloch.

Auf dem Rückweg ging es weiter über schmale Pfade meistens bergab. Unterwegs entdeckte die Gruppe eine Eiche mit starken Wucherungen, umgangssprachlich „Baumkrebs“. Sie deuten auf Verletzungen bzw. Infektionen der Rinde und des Holzes hin, die der Baum versucht, mit Wundgewebe zu überwuchern. Bis zum Naturfreundehaus Leimen war es dann nicht mehr weit. Wir kehrten kurz ein und stärkten uns für die letzten 4 km.

Auf dem Wichtelweg ging unsere Wanderung weiter über „Wichtelwurzenhausen“ bis nach Nussloch zu unseren Autos. Die knapp 20 km Rundwanderung, mit den Höhepunkten „weiß-grün-grau“, haben alle Teilnehmer*innen, bravourös gemeistert.

Die Teilnehmer bedankten sich recht herzlich bei der Tourenleiterin Marietta Laub für die wunderschöne Tour, ganz vor unserer Haustür

Text: Gudrun Knierim

Radaktion: Lothar Engelhardt

Bilder: Teilnehmer