© DAV Sinsheim

Rundwanderung Heilbronner Reisberg

22.03.2026

Rundwanderung im Heilbronner Wald zum Reisberg 

Köpfertal – Hohlweg - Reisberg – Königsweg – Waldheide - Köpfertal

Am Sonntag, dem 22. März 2026, haben sich 17 naturbegeisterte Wanderer der DAV-Sektion Sinsheim zu einer Rundwanderung im Heilbronner Wald zum Reisberg aufgemacht. 

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein, also bestem Wanderwetter, beginnt unsere Wanderung am Biergarten Trappensee mit dem Einstieg in das Naturschutzgebiet Köpfertal. Der Grenzstein V8 „Köpfertal“ dient als Wegmarkierung aus alter Zeit. Köpfer nennt man den Oberlauf des Pfühlbachs, einem kleinen Zufluss des Neckars. Vermutlich stammt der Name von den vielen Bergköpfen, die sich hier oberhalb von Heilbronn zeigen. Das Köpfertal ist seit mehr als hundert Jahren ein beliebtes Naherholungsgebiet für Heilbronn und steht seit den 1980er Jahren unter Naturschutz. Durch den Wald bietet sich uns der Genuss des naturbelassenen Ortes entlang des Pfühlbaches. Wir erreichen den Köpferstausee und folgen dem Köpfertal zur Köpferbrunnenanlage, einem denkmalgeschützten Ensemble aus Kapelle, Brunnen und Musikpavillon, welche vielen Besuchern zur Naherholung dient. 

Weiter geht es dann durch einen Hohlweg und im Streckenverlauf geht es am Skulpturenweg an etlichen geschnitzten Skulpturen vorbei, die sich nahtlos in die Natur eingefügt haben. Über gut befestigte Waldwege geht unsere Wanderung weiter in Richtung Reisberg über den Schweinestallweg und am Steinernen Häusle machen wir unsere erste Rast. Bei einem guten Vesper werden die ersten Wandereindrücke ausgetauscht. Gestärkt marschieren wir weiter auf dem HW 8, der Wanderroute des Schwäbischen Albvereins und ein weiterer historischer Grenzstein markiert unsere Route. Das nächste Highlight auf unserem Weg ist das Stein-Ei auf dem Reisberg, ein sehr aufwändig gebautes Ei, ausschließlich mit Findlingen aus dem Wald. Ein faszinierendes Naturwunder, entworfen und erbaut von Klaus Waldbüßer. Und es gibt noch mehr Land-Art-Eier-Kunst von ihm in der Waldregion zu entdecken. Unter anderem ist auch ein Holzei zu bewundern, das komlpett aus Naturhölzern gebaut ist. Dann erreichen wir den höchstgelegenen Punkt von Heilbronn, den Reisberg mit 370m, dokumentiert durch einen Grenzstein mit selbiger Inschrift. Nach einem kurzen Abstecher auf die Fahrradbrücke über der A81 mit Blick ins Weinsberger Tal geht es weiter über den Salzweg in Richtung Waldheide Der Salzweg – auch Königsweg genannt – ist ein historischer Handelsweg, der in der Vergangenheit als bedeutender Transportweg für Salz diente und unter dem Schutz von Herrschern stand In der Stadt Heilbronn gibt es mehrere historische Salzstraßen, die als Teil des Fernhandels und der Salzgewinnung in Südwestdeutschland bekannt sind. Diese Straßen waren entscheidend für den Handel mit Salz, das für die Bevölkerung unerlässlich war. 

Nach fast 4 Stunden Wanderung erreichen wir die Waldheide, eine rund 50 Hektar große Lichtung im Heilbronner Stadtwald. Das komplette Areal wurde renaturiert und durch Beweidung vor der Verbuschung bewahrt. Aufgrund der Heide-Vegetation und seltenen Pflanzenarten ist die Waldheide seit 1994 als Naturdenkmal ausgewiesen.

Nur wenige Reste, unter anderem auch ein Hubschrauberhangar, erinnern in der Heide- und Wiesenlandschaft an die einstige Nutzung als festungsartig ausgebaute Raketenabschussbasis für Pershing II-Mittelstreckenraketen durch die US-Army nach dem zweiten Weltkrieg. 

Bis zur Abschlusseinkehr im Licht-Luft-Bad sind noch wenige Kilometer zu bewältigen. Unser Weg führt uns von der Waldheide wieder in Richtung Köpfertal, durch den Wald, wo wir auf die Heilbronner Friedenssteinen treffen - ein Ort zum Nachdenken und Innehalten - und weiter vorbei an riesigen Bärlauchflächen - die Bärlauchsuppe für den nächsten Tag ist gesichert😊. Zuletzt erreichen wir den Ehrenfriedhof der Stadt Heilbronn. Hier ruhen, wie die Inschrift am Eingangsportal besagt, rund 7000 Kinder, Frauen und Männer, die am 4. Dezember 1944 bei einem schweren Luftangriff auf die Heilbronner Altstadt ihr Leben verloren hatten. 

Nach gut 4,5 Stunden und ca. 17 Klometern ist es geschafft und bei leckerem Essen und einem erfrischenden Getränk resümieren wir die schöne Wanderung. 

Vielen herzlichen Dank an unsere Tourenleitung Gabi Degenhart, die uns wieder einmal auf eine tolle und abwechslungsreicheTour mitgenommen hat.